Nachtruhe in Düsseltal und ÖPNV – das muss doch gehen. Lärm.

Die Bürgerinitiative Düsseltal steht für eine friedliche Koexistenz von öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) und legitimen Anwohnerinteressen in unserem Stadtviertel. Wir stehen dabei für eine demokratische Auseinandersetzung mit den verantwortlichen Institutionen und Unternehmen und wollen auf Augenhöhe diskutieren.

Auswirkungen des ÖPNV auf unsere Gesundheit und unser Leben im Stadtviertel Düsseltal

  1. Regelmäßiges Quietschen und Rumpeln mit db-Werten bis zu 106/110 db im 5 bis 10-Minuten-Takt (normale Umgebungswerte bei Ruhe 45db)
  2. Schlafstörungen, allgemeines Unwohlsein, allgemeine Beeinträchtigung der Anlieger durch die Emissionen
  3. Nutzung der Balkone, Terrassen, der Wohnräume bei offenen Fenstern wegen der regelmäßigen, in kurzen Abständen auftretenden Lärmbelästigungen nicht möglich
  4. Störungen des TV-Empfangs (Weichen werden wohl über die gleichen Frequenzen gesteuert, wie die Frequenz der TV-Geräte: Bundesnetzagentur)
  5. Befahren der Humboldtstraße wird durch „Verstopfung“ durch aufeinander, auffahrende Bahnen behindert. Die Hälfte der Straße ist dann durch Bahnen belegt
  6. Das Ein- und Ausfahren aus Ein- und Ausfahrten sowie das Überqueren der Straße wird dann unmöglich, weil die Bahnen 2 separate Rot- und Grünphasen benötigen, um den Stau aufzulösen

Inzwischen haben wir schon einiges erreicht: So ist die Rheinbahn mittels Schmieren der Gleise und Kurven bemüht, die Quietsch- und Knarzgeräusche so gering wie möglich  zu halten. Bis Ende Februar 2017 sollen an den Ecken Rethelstraße / Humboldtstraße sowie Humboldtstraße / Herderstraße jeweils Kurvenschmieranlagen fest installiert werden. Auch soll die Busendhaltestelle aus der Humboldtstraße verschwinden. Hierzu warten wir aktuell auf die finale Terminierung für den Rückbau. Eine Antwort der Stadt Düsseldorf ist avisiert, steht allerdings noch aus.

Es bestehen unmittelbare Forderungen an die Rheinbahn bzw. an die Stadt Düsseldorf

  1. Geringere Geschwindigkeit der Bahnen 706/708 U71/U83 (30 km/h max.) beim Einbiegen und Durchfahren des Stadtviertels)
  2. Geringere Taktung (zumindest nachts und am Wochenende!)
  3. Verkürzung der U71/U83 auf einen Waggon (zumindest nachts und am Wochenende!)
  4. Beseitigung der TV-Störungen
  5. Einbau von Kopfbenetzungsanlagen (wie vorgesehen)
  6. Zusätzliche Erweiterung der Lärmvermeidungsinitiativen bzgl. der Bahnen 706/708 (!)
  7. Schnellstmögliche Verlegung der Busendhaltestelle 725 Humboldtstraße („D-Zoo (S)“)
  8. Verlegung der Wegführung der U71/83 auf das separate und geeignete Gleisbett an der Lindemannstraße (wodurch auch das Goethe-Gymnasium profitieren würde)